Eigentum Verpflichtet

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Rechercheprojekt mit Schüler*innen der IGS Herder 2020 – 2021

Wenn ich ein Auto besitze, muss ich es fahren dürfen und mich an die Regeln halten. Wie verhält es sich mit dem Besitz, den ich nicht kaufe, sondern von Geburt an mitbringe, wie Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, Klasse? Welchen Führerschein kann ich als weiße, bürgerliche Person für dieses Eigentum machen? Mit postkolonialen und ökonomischen Theorien bewaffnet, begibt sich das Performancekollektiv imaginary company gemeinsam mit Schüler*innen der IGS Herder ins Feld der Repräsentationsdiskurse und forscht danach, was unsere Privilegien eröffnen und welche Pflichten dieses Eigentum an uns stellen. Aus einer ausgiebigen Materialsammlung – von aktuellen Entwicklungen der Genetik, bis zu den Theorien Achille Mbembes – entstehen mehrere Formatentwürfe.

Die IGS Herder veranstaltet mit dem Format “Raus aus der Schule” ein Programm, in dessen Rahmen die Schüler*innen auf freiwilliger Basis ihren persönlichen Schwerpunkten nachgehen können. Das Format findet wöchentlich in 2 Schulstunden statt und ist Teil des Kulturschwerpunkts der Schule, in dem über verschiedene Angebote die Selbstinitiative der Schüler*innen gefördert wird. In “Eigentum verpflichtet” setzen sich die Schüler*innen mit gesellschaftspolitischen Themen auseinander, machen Exkursionen zur Frankfurter Börse und zum Auktionshaus und entscheiden gemeinsam, was sie mit 500€ anstellen würden.


Die Produktion wird gefördert durch Projektmittel “kunstvoll” des Landes Hessen.